Instrumentarium zur Versuchsimplantation
Bestimmung der Transversalträger-Achse
Implantation des Transversalträger
vollständige Implantation (Extension, Flexion)


Implantation des TTTP in ein Kadaverknie

Ziel dieser ersten versuchsweisen Implantation des Modells in ein (fresh-frozen) Kadaverknie war es, die operative Machbarkeit im Hinblick auf anatomische Strukturen (z.B. Seitenbänder etc) zu überprüfen. Erschwerend war der Umstand, daß nur recht einfache Mittel und Werkzeuge zur Verfügung standen (Bild 5-1).

Für das Einbringen des Tansversalträgers dient ein 12 mm Bohrer und für die konischen Stützen ein nahezu entsprechender Konusfräser.

Das zur Verfügung stehende Präparat (Bild 5-2) war zudem etwas zu groß im Verhältnis zu den vorliegenden Implantaten. Es handelt sich um eine LCS®- Femurkomponente der Größe „Std“ mit entsprechend dazu ausgelegtem TTTP - Modell, das Präparat hätte mindesten eine Größe „Lg“ erfordert.

Die Implantation der Femurkomponente war bei Erhalt des vorderen Kreuzbandes problemlos möglich, schwieriger war eher der Umstand, daß kein entsprechender Schnittblock zu Verfügung stand und somit alle Schnitte „frei Hand“ erfolgen mußten.
back Bestimmung der Transversalträger-Achse

Hier wurde die Achse senkrecht zu einem vorher eingebrachten Kirschnerdraht in sagittaler Achse bestimmt und mittig unter der Tibiaplateau-Ebene parallel zu dieser ausgerichtet. Mit einem weiteren Kirschnerdraht wurde anschließend die Ausrichtung an der oberen Grenze der Bohrung festgelegt und markiert (Bild 5-3a). Die Aufbohrung erfolgte dann von medial mit einem 12 mm Bohrer direkt unterhalb dieses zweiten Drahtes.

Bei einer entsprechenden Vorgehensweise wäre eine intraoperative Röntgenkontrolle des Drahtes zur Überprüfung der Ausrichtung sicherlich hilfreich. Durch entsprechendes Werkzeug könnte der kontrollierte Draht mit kanülierten Bohrern überbohrt und somit eine gute Lage sicher gewährleistet werden.

back Implantation des Transversalträger

(Das Bild 5-3b) zeigt die Lage des implantierten Transversalträgers. Das innere Seitenband liegt weiter dorsal. Die ggf. einstrahlenden Fasern des Pes anserinus in diesem Bereich können weitestgehend geschont bzw. durch eine kleine Incisur in Faserrichtung gespalten und anschließend wieder vernäht werden.

Das Bohren und anschließende Fräsen mit dem Konusfräser für die Zwischenstützen von proximal her konnte bei Innenrotation der Tibia gegenüber dem Femur lateral und sinngemäß umgekehrt medial erfolgen (Das Bild 5-4).

back vollständige Implantation (Extension, Flexion)

In (Bild 5-5 ist das Ergebnis nach vollständiger Implantation der Knieprothese dargestellt. Trotz der Verwendung einfachster Hilfsmittel und Instrumente konnte unter diesen ungünstigen Voraussetzungen ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden. Das Wandern der Inlays nach dorsal bei Flexion läßt einen zumindest annähernd physiologischen Bewegungsablauf vermuten, was im Gegensatz dazu bei PCR-Prothesen meist nicht gelingt.

Auch die Röntgenkontrolle (Bild 5-6) zeigt unter den Vorraussetzungen ein ansprechendes Ergebnis, insgesamt ist der Versuch positiv zu bewerten.

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